| Bericht |
Liana Bortolon |
Eros Bellinelli |
Gino Traversi |
Mario Monteverdi |
| Renzo Biasion |
Rêva
Remy |
Francesco Travaglia |
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...Die kleinen Schultern, die schmächtigen Köpfe, die stolze und gleichzeitig sanfte
Haltung, Beine und Arme liebevoll modelliert den in der Bewegung gespannten oder in der
Luft schwebenden Körper fast wie in einem abstrakten Tanzspiel. Die heimlichen
stillschweigend angenommen, welche das Verschlingen des Lichtes verhindern.

Liana Bortolon
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... Zu unterstreichen ist, in seinen letzten Versuchen, die gespannte plastische Skansion
der Jüngling-sfiguren. Eine Spannung ist vorhanden, die sie vibrierend erscheinen lässt,
wie Bogen ans Äusserste ihrer Beugung. In den weiblichen Gruppen werden die Kadenzen im
Moment eines harmonischengeometrischen Gleichgewichtes, das die Projektionen der einzelnen
Figuren versüsst, festgesetzt. In diesen menschlichen Beschreibungen verspürt man einen
geistlichen brennenden Wunsch, man verspürt die Gründe einer der Sphären des
Unsichtbares zugewendeten Sondierung.
 
Eros Bellinelli
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... Bozzolos Darstellung könnte man betrachten als abstammend von einer ähnlichen
Problematik wie sie Archipenko angekündigt hat: die lineare langgestreckte Schönbeit.
Ein ernsthaft vorbereiteter Künstler überlässt dem Edonismus nichts, während er alles
auf die Kostbarkeit der sensiblen Materie setzt, um das Wesen der vibrierenden Figur in
einem von den Formen bezeichneten abstrakten Raum zu erreichen.
 
Gino Traversi
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Für Adriano Bozzolo ist die Bildhauerei etwas, in dem Handwerk und Schöpfung, Kraft
eines Nachdenkens der Kulturellen Werte in voller Achtung der von der Tradition
überlieferten harmonischen Gesetze, verschmelzen.
Das bringt auf keinen Fall eine passive Annahme der Kunst der Vergangenheit mit sich; im
Gegenteil, auf jener soliden Basis Baut er seine eigene poetische Sprache auf, gebildet
aus leuchtenden Vibrationen, aus dynamischen Formen aus einer Synthese entstanden durch
die Eroberung eines stilistischen Musters, eines tief durchgedachten und von einem
konstanten Gefühl des Rhythmus beherrschten Musters.
 
Mario Monteverdi
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... Seit Jahren widmet sich Bozzolo fast nur Studien mit den Themen des, Tanzes und der
Musik. In den Bronzen mit dem Gruppentanz tritt er schwierigen Kompositiven Problemen
entgegen und löst sie. Es sind hauptsächlich die Gruppen dieser zarten, langgestrecckten
Figuren; deren Hälse und Glieder uns an die senerischen Maler und auch Modigliani
erinnern, die dich beeindrucken.
In ihnen ist ein glücklicher Ausbruch und gleichzeitig ein bedeutender Sensus des
Rhythmus; und dennoch, würde man sagen, ein brennender Wunsch sich von der Sklavheit der
Materie zu befreien.
 
Renzo Biasion
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Dieser grosse Bildhauer, dessen einfache Entwürfe Tanzschritte, Schwung in den Weltraum
oder Lebensschauder ähnlich sind, verwirklicht Bronzen von einer grossen Ausdruckskraft.
In die Musik, in den Tanz und in die Bewegung verliebt, gelingt es Bozzolo in seinen
Werken einen grossen Klarheitsund Heiterkeitswillen auszudrücken.
Seine jungen Mädchenfiguten besitzen eine derartige Anmut und Zerbrechlichkeit, die ihrem
lebhaften Schweben eine noch grössere Kraft im Ausdruck verleihen. Eine Schulter, ein
ausgestrecktes Bein, ein sich reckender Rücken, Hände, die sich falten, werden mit
Entschlossenheit angeordnet. kein Uebermass. Keine Wunderlichkeit. Einfachheit.
Mässigkeit. Sicherheit. Leben. Durst nach Licht. Liebe zum Wahren.
 
Rêva Remy
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... Es ist eine Skulptur, die das Experiment, verstanden als Propension gegen das
Unvorgeschene oder Unnötige verneint und die vermeidet sich als Pretext strittiger
Ästhetiken ohne substantielle Modalitäten und unaufgeschiebbare filologische
Notwendigkeiten zu exponieren, um sich zu zeigen, oder besser, um sich zu beweisen in
seinem brennenden lyrischen Ton und in einer grossen und definitiven Freiheit, die diesmal
moralische Wahrheit und kulturelle Würde ist.

Francesco Travaglia
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